Eigentumswohnung

Wohnung verkaufen: Ablauf, Unterlagen, Kosten

Beim Verkauf einer Eigentumswohnung kommt zur Immobilie selbst immer die Eigentümergemeinschaft hinzu. Wer Teilungserklärung, Protokolle und Rücklage früh beisammen hat, verhandelt deutlich souveräner.

Der Ablauf in sieben Schritten

So läuft der Verkauf einer Eigentumswohnung in der Praxis ab:

  • Wertermittlung auf Basis realer Vergleichsverkäufe im Haus und im Quartier
  • Unterlagen zusammenstellen, insbesondere aus der Verwaltung
  • Aufbereitung: Fotos, Grundriss, Exposé, Energieausweis
  • Vermarktung und Ansprache passender Interessenten
  • Finanzierungsprüfung der Interessenten vor der Besichtigung
  • Besichtigungen und Preisverhandlung
  • Kaufvertragsentwurf, Beurkundung, Übergabe

Diese Unterlagen brauchen Sie zusätzlich

Anders als beim Haus verlangen Käufer und Banken bei einer Wohnung Einblick in die Gemeinschaft. Fehlen diese Dokumente, verzögert sich in der Regel die Finanzierungszusage.

  • Teilungserklärung mit Aufteilungsplan
  • Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre
  • Aktueller Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung
  • Höhe der Instandhaltungsrücklage und beschlossene Sonderumlagen
  • Grundbuchauszug, Energieausweis, bei Vermietung der Mietvertrag

Womit Sie an Kosten rechnen sollten

Typisch sind der Energieausweis, Unterlagenbeschaffung bei Verwaltung und Ämtern, gegebenenfalls eine Löschung von Grundschulden im Grundbuch sowie die Maklerprovision, die in Berlin zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird. Notar- und Grundbuchkosten des Kaufvertrags trägt üblicherweise der Käufer.

Häufige Fragen

Kann ich eine vermietete Wohnung verkaufen?

Ja. Der Mietvertrag geht auf den Käufer über („Kauf bricht nicht Miete“). Vermietete Wohnungen sprechen vor allem Kapitalanleger an, die Mietvertrag und Abrechnungen sehen möchten.

Brauche ich einen Energieausweis?

Ja, er muss spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden.